IG Metall Betzdorf
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09.12.2018, 21:12 Uhr

Kündigung gegen den Betriebsratsvorsitzenden vom Tisch

Hombach: Tinte unter Tarifvertrag trocken

  • 04.12.2018
  • Aktuelles, Tarif

Der Haustarifvertrag bei Hombach Wärmetechnik ist endgültig in Kraft. „Die Geschäftsführer der Firma Hombach, Ruth und Wolfgang Hombach haben mit der IG Metall den Haustarifvertrag unterschrieben“ teilt IG Metall Verhandlungsführer Uwe Zabel IG Metall Bezirksleitung Mitte auf Anfrage heute mit. „Damit ist zugleich die unsägliche fristlose Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden von Hombach, Uwe Ruhnke endgültig vom Tisch. Die Hombach Kolleginnen und Kollegen haben sich mit ihrem Slogan: „Einer für Alle – Alle für Einen“ erfolgreich durchgesetzt, “ freut sich Uwe Zabel über diesen Erfolg der Solidarität der Belegschaft.

Bis zum Ende war die Frage der Rücknahme der Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden Knackpunkt, an dem die Frage des Inkrafttretens des Haustarifvertrages hätte noch scheitern können. Diese hätte die Urabstimmung der IG Metall Mitglieder bei Hombach über einen unbefristeten Streik zur Folge gehabt. Nun tritt mit Unterzeichnung des Tarifvertrages von beiden Seiten vor Weihnachten der Frieden im Betrieb wieder ein. „Ich bedanke mich bei allen meinen Kolleginnen und Kollegen im Betrieb und bei allen überall in der IG Metall, die mich über die Region Betzdorf hinaus solidarisch unterstützt haben“. Uwe Ruhnke ist erleichtert für ihn als Person harten Wochen in dem Tarifkonflikt der IG Metall. „Mir und meiner Familie fällt auch ein Stein vom Herzen“.  Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Betzdorf Uwe Wallbrecher begrüßt die nun doch schnelle endgültige Einigung: „Solidarität hat zum Erfolg geführt. Dabei hat die Belegschaft von Hombach gezeigt, dass sie ihren Betriebsratsvorsitzenden nicht hängen lässt. Das ist gut so und ein Beispiel für viele, das der Slogan „ Einer für alle Alle für einen“  guten Grund hat und zum Erfolg führen kann. Ich bedanke mich im Namen der gesamten IG Metall und aller Mitglieder und Betriebsräte für den tapferen Durchhaltewillen und die Kampfbereitschaft der Belegschaft von Hombach. Sie haben die Tarifbindung erkämpft und mehr als verdient.“  

„Wir freuen uns alle über unseren gemeinsamen Erfolg,“ Betriebsrätin Inna Epp, die auch Mitglied der IG Metall Verhandlungskommission war, spricht aus, was die Beschäftigten denken, die zu 80 % in der IG Metall organisiert sind: „Ohne aktive Unterstützung durch die IG Metall hätten wir das nie alleine geschafft. Wir können anderen Belegschaften raten, die noch keinen Tarifvertrag haben: Haltet zusammen, organisiert Euch in der IG Metall. Dann habt ihr eine Chance auch die Tarifbindung durchzusetzen.“ Nicole Platzdasch Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Betzdorf blickt vertrauensvoll in die Zukunft. „Nun werden erstmal alle Rückstände der Aufträge aufgearbeitet, dann gibt es über Weihnachten Frieden und Ruhe und im neuen Jahr werden wir mit dem Betriebsrat und unseren Mitgliedern wie vereinbart an die Umsetzung des Tarifvertrages z.B. der ERA Eingruppierung gehen“.

Der Tarifkonflikt bei Hombach ist damit beendet.

 


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