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Tarifkommission 2011
Hier findet man die Präsentation von IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild, vorgetragen auf der gemeinsamen Sitzung der Tarifkommissonen Metall und Elektro am 3. Mai 2011.
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Zweite Verhandlungsrunde bringt Tarifabschluß
Deutliches Plus in der Textil- und Bekleidungsindustrie

Nach dreizehnstündigen Verhandlungen haben sich IG Metall und die Arbeitgeber der westdeutschen Textil- und Bekleidungsbranche auf einen Tarifabschluss geeinigt. Danach steigen ab 1. Oktober 2011 die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 3,6 Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten. Für die Monate Mai bis September erhalten die rund 130 000 Beschäftigten monatliche Einmalzahlungen von je 50 Euro. Die Auszubildenden bekommen je 25 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt insgesamt 20 Monate bis zum 31. OKtober 2012.
Vortrag Dieter Sauer, ISF München
Leistungspolitik: Im Zentrum aber nicht im Mittelpunkt
Wir legen noch eine Schippe drauf, das hören viele Beschäftigte immer häufiger von ihren Chefs. Die Leistungsverdichtung nimmt zu. Keiner will sagen, das schaffe ich nicht. In seinem Vortrag belegt Dieter Sauer vom ISF München: fast jeder zweite Arbeitnehmer leidet stark unter Hektik, Zeit- und Termindruck am Arbeitsplatz. Ebenso viele klagen über massive Erschöpfungszustände. Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen haben seit dem Jahre 1998 um 80% zugenommen. 8 Mill. Menschen leiden unter depressiven Störungen.
Sitzung der Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie
Verteilungsfolgen einer gedämpften Lohnentwicklung
Der Leiter des Tarifarchivs des WSI, Reinhard Bispinck, erläutert in seinem Vortrag vor den Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Frankfurt die Verteilungsfolgen der gedämpften Lohnpolitik der letzten Jahre: die realen Löhne und Gehälter stiegen nicht in dem Maß wie tariflich vereinbart.
Mehr Jobs und Geld
Tarifabschluß M+E-Industrie für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland
Der IG Metall Bezirk Frankfurt und die Arbeitgeber haben ein Tarifergebnis für die Metall- und Elektrobranche in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland vereinbart. Danach können die rund 400 000 Beschäftigten in den drei Bundesländern mit mehr Geld rechnen. Außerdem verständigten sich die Tarifparteien auf Regelungen, um Kündigungen in der Krise zu verhindern.
Armin Schild, Bezirksleiter des IG Metall-Bezirks Frankfurt, bewertete das Tarifergebnis als guten Abschluss. "Wir konnten angemessene Tariferhöhungen durchsetzen. Das sichert die Einkommen und stabilisiert die Nachfrage. Mit den Regelungen zur Beschäftigungssicherung sind gute Voraussetzungen geschaffen, um ohne Entlassungen durch die Krise zu kommen. Jetzt sind die Arbeitgeber in der Verantwortung, diesen Spielraum zu nutzen. Wer dennoch Entlassungen ankündigt, muss mit betrieblichem und öffentlichem Widerstand der Metallerinnen und Metaller rechnen", so Schild
Entgelterhöhungen
Die Beschäftigten in der hessischen, rheinland-pfälzischen und saarländischen Metall- und Elektroindustrie erhalten für Mai 2010 bis März 2011 einen einmaligen Betrag von insgesamt 320 Euro. Dieser Einmalbetrag wird im Mai und im Dezember 2010 mit jeweils 160 Euro ausgezahlt. Auszubildende erhalten insgesamt 120 Euro. Ab April 2011 steigen die Entgelte um 2,7 Prozent. Die Laufzeit des Entgelttarifvertrages endet am 31. März 2012.
Beschäftigungssicherung
Neben den Entgelterhöhungen einigten sich die Tarifpateien zusätzlich auf einen neuen Tarifvertrag "Zukunft in Arbeit" (TV ZiA). Wie in den anderen Tarifgebieten vereinbart, soll es auch hier Betrieben möglich sein, tarifliche Kurzarbeit einzuführen, wenn die gesetzliche Kurzarbeit nicht mehr möglich ist. Die Arbeitszeit kann mit einem Teillohnausgliech ab der 31. Stunde abgesenkt werden. Weiterhin regelten die Tarifparteien im TV ZiA Themen des beruflichen Einstiegs. Darüber hinaus wollen sie bis zum 30. September 2010 entscheiden, ob sie zusätzlich die Weiterbildung tariflich regeln müssen, um Fachkräftemangel zu vermeiden. Der Tarifvertrag endet am 30. Juni 2012.




