Aktionstag der IG Metall in Koblenz

IG Metall geht für fairen, sozial-ökologischen Wandel der Industrie auf die Straße

  • 29.10.2021
  • Aktuelles, Arbeit vor Ort, Betriebe, Tarif

Mehr als 800 Metallerinnen und Metaller aus den IG Metall Geschäftsstellen Betzdorf, Bad Kreuznach, Koblenz, Mainz-Worms und Neuwied haben heute in Koblenz ein Zeichen für den fairen Wandel des Industriestandortes gesetzt und die Bundesregierung aufgefordert, eine aktive Industriepolitik an der Seite der arbeitenden Menschen zu betreiben.

Die Transformation erfordert verlässliche Rahmenbedingung: eine aktive Industriepolitik mit massiven öffentlichen Investitionen. Für die Stahl- und Automobilindustrie ist in diesem Zusammenhang eine nachhaltige Energieversorgung von entscheidender Bedeutung. Für die Beschäftigten geht es um Brücken in die Arbeitswelt der Zukunft.  Es geht um eine tragfähige Perspektive für zukunftsfähige Arbeitsplätze, eine Qualifizierungsoffensive und sichere Ausbildung vor Ort anstelle Verlagerungen ins Ausland. Die Lasten müssen aus Sicht der IG Metall gerecht verteilt werden, die notwendigen Investitionen durch solidarische Finanzierung getragen werden. Die IG Metall Jugend machte mit ihrer Aktion deutlich, dass im letzten Jahr rund 11 Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden. Damit werde jungen Menschen die Möglichkeit auf eine gute Zukunft genommen. In den Redebeiträgen wurde deutlich, dass es ein "weiter so" nicht mehr geben darf. Angefangen von den Schwierigkeiten sowohl in der Stahlindustrie als auch bei den Automobilzulieferern. Kathrin Vannini, Betriebsratsmitglied bei Federal Mogul in Herdorf forderte die Arbeitgeber auf, Entlassungen in der Transformation zu vermeiden. Sie warnte davor, dass das Thema Transformation oft zur Rechtfertigung anderweitiger Rationalisierungsmaßnahmen missbraucht würde.  Uwe Wallbrecher 1. Bevollmächtigter der IG Metall Betzdorf bedankte sich bei allen Kolleginnen und Kollegen für ihre Teilnahme. "Es war eine eindrucksvolle Demonstration, die gezeigt hat, dass es viele Baustellen gibt. Es ist fünf vor Zwölf ! Stellen wir uns den zukünftigen Herausforderungen, denn es geht um unsere Arbeitsplätze !"

Gemeinsam statt einsam !