Tarifgespräch im KFZ-Handwerk endet mit einem Paukenschlag

  • 11.09.2020
  • Aktuelles, Tarif

Nach der Kündigung der Tarifverträge im KFZ-Handwerk in Rheinland-Rheinhessen Ende Januar 2020 durch die Landesinnung, fand am 29. Juli 2020 in Wörrstadt das 1. Tarifgespräch statt. Hier stellten die Arbeitgeber ihr „Eckpunktepapier“ der IG Metall vor.

Hier die Eckpunkte des neuen Tarifvertrages für das Kfz.-Handwerk!

 

  • Rückkehr zur 40-Stunden-Arbeitswoche in den Autohäusern und -werkstätten,
  • Flexibilisierung der wöchentlichen Arbeitszeit von 29 bis 45 Stunden, geregelt über ein Jahres-Arbeitszeitkonto mit einem Ausgleichszeitraum von 12 Monaten,
  • der Samstag als Regelarbeitstag und damit Rückkehr zur 6-Tage-Woche,
  • Urlaub nur noch auf gesetzlicher Grundlage, was bei einer Sechs-Tage-Woche, 24 Urlaubstage bzw. 4 Urlaubswochen bedeuten würde,
  • Zuschläge nur noch für Mehrarbeit ab der 46. Arbeitsstunde in der Woche,
  • Betriebliche Sonderzahlungen und zusätzliches Urlaubsgeld sollen sich zukünftig an der wirtschaftlichen Situation der Betriebe orientieren,
  • moderne Provisionsregelungen für Verkäufer und neu, für Ersatzteil- und Zubehörverkäufer (Was hier genau verändert werden soll, hat man nicht dargelegt!) und
  • zukünftig 9 Lohngruppen, die sich nach der tatsächlichen Tätigkeit richten (Was bedeutet, dass die derzeitig nicht gekündigten Tarifverträge über Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen nur noch Makulatur sind).

 

Als Grund für die Kündigung der Tarifverträge im Januar 2020 gaben die Arbeitgeber an, dass diese modernisiert werden sollen. So sieht die Modernisierung von Tarifverträgen in der Vorstellungswelt von Arbeitgebern aus. Mit voller Kraft zurück in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts!

Veraltete Ansichten für eine moderne Arbeitswelt, nur die Beschäftigten im KFZ-Handwerk können darauf eine Antwort geben!

Mehr zu diesem Thema auch auf der Homepage der IG Metall Betzdorf betzdorfdon't want spam(at)igmetall.de.